Team

Dank dem Assistenzbeitrag hat Peter ein tolles Team, dass uns wenn nötig, immer unterstützt.

Martin bergmann und Ernst Wurzer

Hie und da werde ich gefragt, warum ich als Assistenzperson arbeiten will. Nun, es hat verschiedene Gründe, warum ich seit ca. 1,5 Jahren meinen dementen Schwager betreue.

Der wichtigste Grund ist, dass ich so meine Schwester entlasten kann. Wenn man jemanden 24/7 betreuen muss, ist man darauf angewiesen, diese anspruchsvolle Aufgabe auch mal jemandem übergeben zu können. Sie hat sich hier auch mit anderen Assistenzpersonen ein dichtes Netzwerk aufgebaut in den letzten Jahren und Monaten.

Als weiteren Grund kann ich angeben, dass ich dankbar bin, selbst nicht in einer solch hilflosen Lage sein zu müssen.  Ich habe zwar auch meine gesundheitlichen Einschränkungen, bin aber jedes Mal froh, diese Hilfe noch leisten zu können. Körperlich ist es nicht sehr anstrengend, allerdings können wir Peter kaum mehr aus den Augen lassen. Immer die Angst, dass er irgendwo stolpert und stürzt, oder sich in den leeren Luftraum setzen will.

Ein weiterer Punkt ist das Finanzielle. Diese Tätigkeit gibt mir jeden Monat einen Zustupf zum Haushaltsbudget und solange sich Peters Gesundheitszustand nicht so sehr verschlechtert, dass Regina ihn ins Pflegeheim geben muss, werde ich ihn weiterhin 2 Mal pro Woche zu uns nehmen.

So denke ich oft an die Zeit, als Peter noch ein vitaler Familienvater war und gerne auch mal etwas gefeiert hat, im Sommer auf dem Töff sass und viel in Haus und Garten erledigen konnte. Das Betreuen ist vielleicht meine Art, etwas davon zurückgeben zu dürfen.“  

Angela Tschui

In meinem Kopf sind schwarze Wolken, das denken fällt so schwer. Reden, machen, laufen kann ich bald nicht mehr. Bitte bleib bei mir, reiche mir die Hand. Lass mich nicht alleine im unbekannten Land. Singe mit mir Lieder, tu was mir gefällt, denn ich bin noch immer Teil von dieser Welt. 

Diese Worte berühren mich immer wieder. Die Erfahrung zeigt mir auch, dass durch singen noch lange einen Bezug zu den Erkrankten hergestellt werden kann. Ich singe viel mit Peter, es gibt Tage in denen ich ein kleiner Zugang finde in seine Welt. Und es gibt die stillen Tage, wo wir einfach nur sitzen. Egal welcher dieser Tage ich antreffe, es ist immer zu spüren was für ein toller Mensch Peter ist. Als gelernte Pflegeassistentin übernehme ich auch pflegerische Aufgaben. Regina und Peter haben sich ein unglaubliches Helfer-Netz aufgebaut und ich bin stolz ein kleiner Teil davon sein zu können.

Brigitte SChäfer

Peter, Regina und ich haben zusammen viele Motorradtouren und Wanderungen unternommen. Peter hat mich mit seinem Wissen und Können immer unterstützt. Seit den ersten Anzeichen seiner Krankheit, versuche ich, Peter und Regina, so gut wie möglich zu helfen. Zu Beginn der Krankheit konnte man noch gut mit Peter kommunizieren und in vielen Gesprächen hat er mich in seine Vergangenheit mitgenommen. Heute ist ein Gespräch leider nicht mehr möglich. So findet die Kommunikation vermehrt über „Hand halten“ statt.

Prisca Schürch

„In meiner früheren Wohngemeinde war ich als Koordinatorin für den Besucherkreis der ref. Kirchgemeinde tätig. Somit habe ich meine ersten Erfahrungen mit älteren Personen und der Krankheit Demenz erfahren. Als ich 2014 als Mieterin ins Haus der Familie Christen einzog, war kurz darauf Peter an Demenz erkrankt.

Da wir ein freundschaftliches und respektvolles Miteinander pflegen war für mich klar, dass ich das Angebot als Assistenzperson bei Peter annahm. Nun gehen wir den nicht immer einfachen Weg für einige Stunden im Monat gemeinsam. Peter ist trotz seiner fortschreitenden Krankheit ein liebenswürdiger Mensch und zaubert mir ab und zu ein Lächeln auf die Lippen.“

Unsere Söhne und Familie

Natürlich helfen uns auch unsere Söhne Michael und Adrian bei der Betreuung. Ich kann sie immer um Unterstützung bitten, sei es im Zusammenhang mit Peter ( Adrian hat mir schon des Öfteren geholfen Peter, nach einem Sturz, wieder auf die Beine zu stellen.) Er repariert auch einiges ums Haus, da dies ja durch Peter nicht mehr möglich ist. Michael unterstützt mich in Steuer- und finanziellen Fragen.

Der Bruder von Peter, Samuel, hat ihn schon tageweise betreut und ganz am Anfang sind die zwei Brüder ins Tessin, in die Wanderferien gefahren. Es ist so wichtig auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen zu können.

Familie Haldimann WoBe

Ein wunderbarer Bauernhof mit Blick auf die Alpen wurde nun für Peter ein weiterer Aufenthaltsort. Käthi und Paul Haldimann kümmern sich kompetent und liebevoll um Peter. Nebst den Tieren, dem Obst, der Arbeit rund um den Bauernhof, betreiben Haldimanns auch noch ein B&B. Klar am Anfang half Peter beim Versorgen der Alpacas, beim Ausmisten des Eselstalles, oder beim Einsammeln der Hühnereier. Auch Holz konnte er noch aufschichten und ein wenig im Garten helfen. Nach und nach wurden Peters Fähigkeiten weniger und weniger. Heute ist er einfach nur noch Gast und helfen geht nicht mehr. Trotzdem nehmen Käthi und Paul ihn regelmässig weiter bei sich auf. Peter fühlt sich wohl er wirkt zufrieden, wenn ich ihn jeweils wieder abhole.

Mehr: https://blickwinkeldemenz.com/wobe/

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